Proben

Die Lukaskantorei probt immer mittwochs von 20-22 Uhr im Saal der Lukaskirche, Landhausstraße 151.
Einige Wochen vor Konzerten beginnt die Probe bereits um 19.30 Uhr.
Singen mit Senioren: siehe Gemeindebriefe.

Nähere Informationen im aktuellen Probenplan und beim Kantor.



Kontakt


Foto: Michael Tilp. www.tilpmedia.de

KMD Hans-Eugen Ekert

zur Vita...

Mittelstraße 6
71729 Erdmannhausen
Tel./Fax: 07144 / 376 16

Schubartstraße 14
70190 Stuttgart
Tel.: 0711 / 286 477 6
Mobil: 0176 / 231 412 98

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Kantor plus drei Buchstaben

Am Sonntag Cantate, 2. Mai 2010, ist unserem Kantor Hans-Eugen Ekert im Rahmen eines feierlichen musikalischen Gottesdienstes der Titel des "Kirchenmusikdirektors" (KMD) verliehen worden. Stellvertretend für die Lukaskantorei Stuttgart hielt Martin Schliemann für unseren Dirigenten zu diesem Anlass eine Rede, die wir Ihnen, liebe Besucher unseres Internetauftritts und Freunde unserer Musik, nicht vorenthalten möchten:


Lieber Hans-Eugen,

nun ist das große Geheimnis also gelüftet:
Der Titel eines Kirchenmusikdirektors ist – ein Ausdruck schwäbischer Sparsamkeit? - zwar nicht mit monetären Zulagen verbunden, auch wird der Glanz wohl nicht ausreichen, um zu einer annehmbaren Verbesserung der prekären Lichtverhältnisse in unserem Probenraum zu führen; aber immerhin hat unser Graphiker von heute an drei zusätzliche Buchstaben auf allen Plakaten und Programmheften der Lukaskantorei unterzubringen. Dieses "KMD" wirkt hoffentlich wie ein knallroter Aufkleber: "Achtung! Hier gibt's Qualität!".

Das ist natürlich für alle, die Dein Musizieren schon länger begleiten (ob aktiv in Chor oder Barockorchester oder passiv als Konzertbesucher) keine Neuigkeit - aber es ist doch schön, dass dieser Ruf auf dem langen Marsch durch die Institutionen unserer Kirche jetzt ganz offensichtlich unverfälscht dort angekommen ist, wo im Geheimen über solcherlei Ehrungen gewacht wird und von wo aus sie zur großen Überraschung aller hin und wieder verteilt werden.

Nun ist so ein Titel eines Kirchenmusikdirektors ja etwas Merkwürdiges: In Zeiten der Web Designer, Key Account Manager und Personal Coaches scheint er aus einer anderen Welt zu stammen. Der "Director Musices in Ecclesia" ist ja auch eine Erfindung aus einer Epoche, in der sich unser Kantor (zumindest musikalisch) auskennt wie sonst kaum einer. Mit Namen wie Johann Sebastian Bach, Carl Philipp Emanuel Bach oder Georg Philipp Telemann beginnt da eine Ahnenreihe, die ab heute um einen Namen reicher ist.

Vielleicht erklärt sich aus dieser puderperückenstaubigen Herkunft ja auch eine gewisse Scheu oder Unsicherheit in der heutigen Verwendung dieses Titels? Die ständige Sorge der Kirche, nicht mehr zeitgemäß zu sein, die immer häufiger dazu führt, dass sie dem Zeitgeist hinterherrennt und dabei allerlei Verrenkungen und Stilblüten hervorbringt, lässt es vielleicht auch geraten sein, mit einer solchen Titelverleihung nicht zu sehr in die Öffentlichkeit zu gehen. Ja, wenn es denn wenigstens ein "Director of Church Music" wäre, das machte was her...

Aber so haben wir eben diese drei Buchstaben K-M-D, die auch noch ziemlich unmusikalisch sind: Auch auf einem noch so modifiziert mitteltönig gestimmten Cembalo (natürlich nach Ekert 3!) gibt es weder K noch M, gerade mal der Direktor ist vertreten. Doch zum Glück bietet Dein Name da eine stabile harmonische Basis: H-E, die reine Quarte! Und dass es auf diese reine harmonische Basis ankommt, das lernt ja jeder, der unter Deinem Direktorat Musik machen darf.

So ist denn zu hoffen, dass es Dir gelingt, auch diese etwas sperrigen Buchstaben zum Klingen zu bringen und sie in Deine musikalische Welt zu integrieren. Und bitte: nicht im Geheimen!, sondern mit dem angemessenen Selbstbewusstsein dessen, der weiß, dass er etwas zu verkündigen hat.

Dass Dir das gelingt, daran haben wir keinen Zweifel, oder, um einen Deiner Lieblingssätze zu zitieren:

WIRD SCHÖN!



Letzte Aktualisierung am 14.01.2012